powerded by www.buchreport.de
i
IT/Herstellung, Wissenschaft, Pubiz-Newsletter

Frankfurter Buchmesse

Das Buch, das sich selbst vorliest

Es ist kein E-Book mit Audiofunktion, es ist kein Hörbuch – es ist ein Buch mit blätterbaren Seiten. Doch einige dieser Seiten sind papierdünne Lautsprecher. Elektronik, Spannungsversorgung und Speicher sind in den Buchrücken eingearbeitet. Buchhersteller CPI präsentiert auf der Frankfurter Buchmesse eine Entwicklung der Printmedientechniker der TU Chemnitz.

 

Ein Buch, dessen Seiten sprechen und Sound abspielen? Ein Blatt Papier, bunt bedruckt wie in einem Ratgeber oder Bilderbuch, aber gleichzeitig ein Lautsprecher? Diese Technologie wird am Institut für Print- und Medientechnik der Technischen Universität Chemnitz entwickelt. Die Seiten sind aus „Lautsprecherpapier“. T-Paper“ bezeichnen es die Erfinder auch – ein Team um Prof. Dr. Arved Hübler.

Dabei werden ganz normales Papier oder Folien mit zwei Schichten eines leitfähigen organischen Polymers als Elektroden bedruckt. Dazwischen kommt eine piezoelektrische Schicht als aktives Element, das das Papier oder die Folie in Schwingungen versetzt. Laut und deutlich wird durch die Luftverdrängung der Sound erzeugt. Die beiden Seiten des Lautsprecherpapiers lassen sich farbig bedrucken und anschließend zu einem normalen Buch binden – dem sogenannten „T-Book“.

Ziel der Chemnitzer Printmedientechniker ist es, das T-Book effizient industriell herstellen zu können. Für den Bezug zur druck- und bindetechnischen Praxis sorgt ein Team um Dr. Oliver Kranert, Geschäftsführer in der Firmengruppe CPI, einem der großen Buchfertiger Europas. Es berät das Chemnitzer Projektteam, um die industrielle Sicht frühzeitig in die Entwicklungsarbeit der Forscherinnen und Forscher einzubringen. CPI stellt das T-Book an seinem Stand auf der Frankfurter Buchmesse in Halle 4.0, Stand F73 am 12. Oktober 2017 vor.

(GL) 

 

Zum vollständigen Artikel auf idw-online.de

 

Foto: TU Chemnitz/Martin Mellendorf

09. Oktober 2017