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Digitalisierung

Deutschlands erster Chief Digital Officer soll Digital-Abnickerin werden

Politisch gestärkt durchs "Digi-Tal" – Deutschland hat seinen ersten CDO. Staatsministerin Dorothee Bär soll, wenn es nach dem Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) geht, „sämtliche Gesetzesvorhaben, welche die Digitale Wirtschaft betreffen könnten“, auf den Schreibtisch bekommen. Es ist zu hoffen, dass die Verarbeitungsgeschwindigkeit darunter nicht leidet.

 

Die gediente CSU-Soldatin Dorothee Bär (Xing-Profil) gilt zumindest nach Regierungsangaben als digital sattelfest. Schließlich ist sie seit 2010 Vorsitzende des CSU-Netzrates, dessen Aktivitäten im letzten Jahr immerhin zu 33 Google-Treffern und zu einem Bericht im Handelsblatt vom 6. Juli 2017 geführt haben. Bär wird zitiert mit der Behauptung „Niemand will Internet-Anschlüsse über 100MBit pro Sekunde“.

Der BVDW will es trotzdem mal versuchen mit Bär. Eigentlich hatte er sich zusammen mit vielen anderen ein Digitalministerium mit vollwertigem Kompetenzbereich gewünscht – sogar eine Petition dazu wurde gezeichnet –, und die Enttäuschung klingt deutlich durch, dass die neue „Koordinierungsfunktion“ (BVDW) am Amt der Kanzlerin klebt. Nun fordert BVDW-Präsident Matthias Wahl, dass wenigstens „jedes Gesetzesvorhaben mit Digitalbezug von der Zustimmung Dorothee Bärs abhängig“ wird.

(ML)

 

Foto: ToKo.

12. März 2018