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Trendstudie des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger

Digitalgeschäft im Fokus

Viele deutsche Zeitungsverlage wollen sich breiter aufstellen und suchen nach neuen Geschäftsfeldern abseits des klassischen Verlagsgeschäfts. Das ist ein Ergebnis der Studie „Trends der Zeitungsbranche 2016“ des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) und der Unternehmensberatung Schickler.

 
Demnach steht vor allem der E-Commerce bei vielen Zeitungsverlagen hoch im Kurs: Die Mehrheit plant das Angebot in diesem Bereich auszubauen. Drei von vier Verlagen wollen das sogar bereits 2016 tun und setzen dabei auf ihre Kompetenz in Bezug auf lokale Marktplätze, auf vorhandenes Logistik-Know-how sowie auf Kooperationen.

Für das journalistische Kerngeschäft werden indes folgende Entwicklungen und Trends ausgemacht:

  • Digitalprodukte werden nach Ansicht der Zeitungsverleger 2016 weiter auf dem Vormarsch sein und, im Gegensatz zum leicht rückläufigen Printgeschäft, sowohl hinsichtlich Auflage als auch Werbeumsätzen wachsen (s. Tabelle).
  • Große Verlage erwarten im Digitalmarkt insgesamt ein stärkeres Wachstum als kleine Verlage.
  • Um die Reichweite ihrer Publikationen zu erhöhen, wollen knapp 60% der Verlage mit Content-Aggregatoren wie Blendle zusammenarbeiten oder ihre Inhalte auf Plattformen wie Facebook Instant Articles einbringen.
  • Zwei Drittel wollen zudem neue zielgruppenspezifische Produkte nah an ihrer Marke entwickeln.
  • Für jüngere Zielgruppen sollen vornehmlich Digitalprodukte entstehen.
  • News-Portale unter einer neuen Marke zu etablieren, ist für die Mehrheit der Verlage hingegen derzeit keine Option.

Zur Studie „Trends der Zeitungsbranche 2016“

10. Februar 2016