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Management, Menschen, Pubiz-Newsletter

Schreibtisch-Serie: „Wie sieht’s denn da aus?“: Svenja Hagenhoff, Uni Erlangen-Nürnberg

Akutes „Druckstückfremdeln“

Zeig’ mir Deinen Schreibtisch – und wir ahnen, wie Du tickst und arbeitest. Frei nach diesem Motto gewähren Akteure der Publishing-Welt einen Blick ins Büro. Diesmal: die Wirtschaftsinformatikerin und Buchwissenschaftlerin Svenja Hagenhoff, Universität Erlangen-Nürnberg. 




Svenja Hagenhoff (Foto: Glasow Fotografie Erlangen) ist Inhaberin der Professur Buchwissenschaft, spezialisiert auf E-Publishing und Digitale Märkte.


Großraum oder Einzelbüro?

Auf jeden Fall Einzelbüro, alleine schon für vertrauliche Gespräche mit Studierenden, Kollegen und Mitarbeitern, es ist unpraktisch, hierfür immer woanders hinlaufen zu müssen, zumal unser Institut auf mehrere Gebäude verteilt ist. Außerdem werde ich nicht gerne beim Denken (und Fluchen über das schiefgegangene Denken) beobachtet…

Wo wird vorwiegend gearbeitet?

Das „aktive“ Arbeiten mache ich im Büro, also schreiben, Dokumente erstellen, heftig denken (s.o.) etc.,  das „passive“ Arbeiten geht auch unterwegs, das wäre dann lesen, Abschlussarbeiten korrigieren. Insgesamt bin ich aber kein guter Unterwegs-Arbeiter, ich brauche ein Büro inkl. gescheiter Infrastruktur, d.h. schnelles Internet und vor allem Zugang zu Datenbeständen, das sind sowohl Dokumente des Instituts als auch wissenschaftliche Texte oder Statistiken in den diversen Datenbanken. Es macht mich wahnsinnig, wenn Zugriffe auf solche Datenbestände nicht online erfolgen können, man mit Kopien von Kopien und Instanzen von Instanzen arbeitet, alles 10-mal an 10 Beteiligte verteilen und wieder zusammenkopieren muss und das alles auch noch unendlich langsam geht. Die Infrastruktur muss grundsätzlich so schnell sein, wie mein Kopf maximal schnell in der Lage ist zu denken.

Wie digital ist Ihr Arbeitsalltag?

Sehr, sehr digital, kaum analog, wobei mein Verständnis von digital auch gleichzeitig online und geräteunabhängig bedeutet. Christoph Kappes hat den schönen Begriff „Druckstückfremdeln“ erfunden, diese „Krankheit“ habe ich. Unser Dekan hat neulich erst festgestellt, dass er mich noch niemals mit einem Block und einem Stift gesehen hätte.

Eher der Ordnungs- oder Chaos-Typ?

Absoluter Ordnungs- und Struktur-Typ in jeder Beziehung, also auf dem Schreibtisch wie in den Schränken wie auch im Kopf.

Was gibt es Privates am Schreibtisch?

Ein bisschen „Nippkram“: 2 Playmobilfiguren (Luther und Dürer), eine Holzeisenbahn mit den Buchstaben B, U, W und I, ein Aluminium-Wägekern, ein Huhn, und jede Menge unbedingt aufbewahrenswerter Dinge an der Pinnwand.

Wie wird vorwiegend kommuniziert?

Per Mail, da die meisten Kommunikationsbeziehungen externer Art sind, sich also außerhalb des Instituts befinden, Telefon sowie Videokonferenz sind weitere Formen hierfür. Institutsintern verabrede ich gezielt gemeinsame Termine face to face, um komplexere Sachverhalte zu diskutieren, z.B. für Dissertationsbesprechungen, gemeinsame Publikationsvorhaben oder Projekte. Dienstreisen sind auch recht häufig, für Arbeitssitzungen mit Kollegen oder potenziellen Partnern.  

23. März 2016