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Plattform-Kapitalismus

Verurteilt zu Facebook?

Das ehemals nach allen Seiten offene Internet ist zu einer Ansammlung von Gated Communities mutiert, durch die die ehemals flexiblen User ihre berechenbaren Kreise ziehen. Immer mehr Erlöse wandern zu den größten Plattform-Anbietern und hinterlassen ökonomische und soziale Wüstenzonen. Diese Entwicklung scheint so unausbleiblich, dass viele User sich resignierend in ihren bescheidenen und stets durch Regeländerungen bedrohten Komfortzonen eingerichtet haben. Viele – nicht alle...

  

Zu den radikalen Kritikern des Plattform-Kapitalismus gehört der niederländisch-australische Medientheoretiker und Internetaktivist Geert Lovink. Lovink ist im Hauptberuf Leiter des Institute of Network Cultures an der Hogeschool van Amsterdam und Associate Professor für Media Studies an der Universität Amsterdam.

Im Juli 2017 erschien sein Buch „Im Bann der Plattformen“. Geert Lovink unternimmt darin eine Bestandsaufnahme und weist auf Gegenbewegungen und ihre Aktivitäten im Netz hin: „Wir wissen, dass wir unter Überwachung stehen, aber machen weiter, als ob es nichts zu bedeuten hätte. Obwohl Unternehmen wie Facebook, Google und Amazon unsere Privatsphäre immer stärker infiltrieren, bleibt die Nutzung der sozialen Medien ungebrochen - unterstützt durch immer kleinere Geräte, die sich fest in unseren Alltag eingenistet haben. Wir sind hin- und hergeworfen zwischen Angst vor Abhängigkeit und verdeckter Obsession.“

(GL)

 

Zum Beitrag auf berlinergazette.de

18. Juli 2017