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Management, Menschen, Pubiz-Newsletter

Welt ohne Arbeit

Was es für Verlage bedeutet, wenn Millionen nicht arbeiten müssen

Falls Yuval Noah Harari recht behält, gehen Anbieter von Medien in Europa goldenen Zeiten entgegen. Der israelische Historiker und Erfolgsautor („Homo Deus“) spricht aus, was Politiker nicht zu sagen wagen: der Gesellschaft wird die Arbeit schneller ausgehen als das Geld. Und was werden die „überflüssigen“ Menschen dann tun?

Spielen werden sie. Harari nennt sie brutal „the useless class“. Ob man sie sich vorzustellen hat wie die Zurückgelassenen heutiger Zeiten oder ganz anders, hängt davon ab, ob die Gesellschaft die absehbare Entwicklung weiter so unter den Tisch kehrt wie gehabt. Ob sie an dem Narrativ festhält, das besagt: Wer arbeitswillig ist und qualifiziert, wird immer Arbeit haben.

Die Kehrseite dieses Narrativs sind soziale Ächtung und wirtschaftliche Verelendung derer, die keine Arbeit haben. Eine Gesellschaft, die anerkennt, dass Künstliche Intelligenz den notwendigen Wohlstand auf lange Sicht produktiver herstellt als Menschen, könnte auch mußevolle Spieler hervorbringen und zulassen – eben zum Beispiel begeisterte, mußevolle Leser.

(GL) 

 

Weiterlesen auf Guardian.com (englisch)

 

Bild: Opens external link in new windowPixabay

11. August 2017