powerded by www.buchreport.de
i
Management, Menschen, Studie/White Paper, Pubiz-Newsletter

Karriere

Der Stoff, aus dem die Leader sind

Welche Persönlichkeits-Merkmale unterscheiden Führungskräfte von ihren Mitarbeitern? Diese Frage beantworten zu können, ist für Personaler von prognostischem Wert. Es hilft ambitionierten Fachkräften bei der Einschätzung ihrer eigenen Aussichten. Bauchgefühl und Wunschdenken regieren bislang bei dieser Fragestellung. Mit der App „Good & Co.“ hat die Psychometrie Eingang in den Bereich des Matchings zwischen Aufgabe und Person gefunden.

 

Good&Co. ist ein spielerisches, psychometrisches Tool, das Berufstätigen dabei helfen möchte, ihre Stärken zu entdecken und ihren passenden Platz in der Arbeitswelt zu finden. Mit Good&Co. können sie zu bestimmen versuchen, wie gut sie zu Kollegen, Teams oder ganzen Unternehmen passen.

Aber was unterscheidet Manager von anderen Mitarbeitern? Das hat jetzt das zur Online-Jobplattform StepStone gehörige Startup mit Sitz in Kalifornien auf der Basis von 20.000 psychometrischen Profilen deutscher Fach- und Führungskräfte untersucht.

  • Im Vergleich zu ihren Kollegen haben deutsche Manager mehr Durchsetzungsvermögen (+16 Prozent) und setzen sich lieber dem Wettbewerb aus (+21 Prozent). Das hilft ihnen, überhaupt erst eine Führungsposition zu erreichen und ein Team auch in schwierigen Situationen motivieren zu können.
  • Ein größeres Selbstbewusstsein (+27 Prozent) sorgt zudem dafür, dass Führungskräfte auch mit Rückschlägen gut umgehen können.
  • Mit der Fähigkeit, andere zu überzeugen (+16 Prozent), schaffen sie es, ihren Verantwortungsbereich erfolgreich zu leiten und Steine aus dem eigenen Karrierepfad zu räumen.

Manager schneiden bei Kreativität schlecht ab 

 

Bei den meisten Persönlichkeitsmerkmalen punkten Manager gegenüber Fachkräften ohne Führungsverantwortung besser. Mit Blick auf Kreativität zeigt sich jedoch ein anderes Bild – die Mitarbeiter sind deutlich kreativer als ihre Manager (+40 Prozent). Das spricht dafür, dass ideenreiche Menschen es schwerer haben, eine Führungsposition einzunehmen – oder diese gar nicht anstreben. Bei weniger kreativen Menschen scheint der Drang an die Spitze ausgeprägter zu sein.

„Ein Manager muss daher in der Lage sein, die Kreativität der Mitarbeiter zuzulassen und in konkrete Maßnahmen umzusetzen. Nur dann arbeiten Teams effizient zusammen“, erklärt Samar Birwadker, Gründer und CEO von Good&Co. „Das Manager-Gen liegt vor allem darin, Aufgaben zielstrebig anzugehen und das Ziel auch in schwierigen Lagen nicht aus den Augen zu verlieren.“

Britische Manager scheuen keine Herausforderungen

Im Vergleich zu Managern aus anderen Ländern haben deutsche Führungskräfte weniger Mut, neue Wege zu gehen. Ihre Kollegen aus Großbritannien (GB) und den USA liegen hier mit einem Plus von 34 bzw. 32 Prozent deutlich vorn. Bei der Bereitschaft, Herausforderungen anzunehmen, stehen Manager des vereinigten Königreichs klar an der Spitze (+18 Prozent vor deutschen Führungskräften).

Der derzeitige Erfolg der deutschen Wirtschaft und des Managements scheint in anderen Bereichen begründet zu sein: Während Führungskräfte aus den USA und GB nur wenig taktisch agieren, erzielen deutsche Manager in dieser Disziplin einen Spitzenwert (+ 34 Prozent). Zudem zeigt die Good&Co.-Analyse, dass alle Manager und Fachkräfte in Deutschland die Arbeit im Team höher bewerten. „Die Kombination aus Zielstrebigkeit und Teamorientierung spricht dafür, dass deutsche Manager den Erfolg ihrer Mitarbeiter in den Mittelpunkt stellen. Sie nutzen ihre Weitsicht, um ihren Mitarbeitern den Weg zu ebnen“, sagt Birwadker.

(ML)

 

Mit freundlicher Genehmigung von StepStone Deutschland.

Foto: Opens external link in new windowUnsplash.

07. September 2017