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Marketing/Werbung, Studie/White Paper, Pubiz-Newsletter

Kurz berichtet

Printwerbung nervt weniger, sagt die Verbraucherforschung

Mal stört Werbung, mal bringt sie dem Verbraucher wertvolle Information. Unterstellen wir mal, es strahle auf die Kaufbereitschaft aus, ob eine Werbung den Verbraucher stört, dann können Print-Werbekanäle einen gewichtigen Vorteil für sich verbuchen: sie nerven weniger. Wer also für sein Marken-Image werben will, kommt um gedruckte Werbung nicht herum.

 

 

Die alt etablierte Postwurfsendung – inclusive Versandhauskatalog – empfinden die Verbraucher mehrheitlich nicht als störend, sondern als „sehr hilfreich“ oder „eher hilfreich“. Das fand Marktforschungs- und Auswertungs-Anbieter Statista in seiner Umfrage Werbung und Datenschutz 2017 heraus. Befragt waren 1007 Verbraucher.

Etablierter ist hilfreicher: nur bei PoS, Out-of-home und Print senkt sich die Waagschale ins Positive

 

Video bringt in Wallung

Bewegtbild-Werbung stört Verbraucher am meisten und hilft ihnen am wenigsten. Dieses Verdikt trifft

  • TV-Anbieter,
  • Videoportale und
  • klassische Web-Publisher

gleichermaßen. Umgekehrt führen die etablierten Werbemedien aus der Zeit vor dem Internet in der Beliebtheit bei den Konsumenten.

Viele von diesen scheinen den werbenden Charakter bestimmter Medien nicht recht wahrzunehmen: mehr als die Hälfte der Befragten (58%) hat keine eindeutige Einstellung zur Plakatwerbung. 42% gelingt es, an den Zeitungsanzeigen vorbeizusehen, 43% schaffen das bei Zeitschriften. Von denjenigen, die hinschauen, fühlt sich die große Mehrheit informiert, nicht belästigt.

Die Untersuchung beantwortet nicht solche aktuellen Fragen von Advertisern wie die nach Native Advertising oder nach den verschiedenen Formen der Facebook-Werbung. Bezüglich Facebook nimmt sie alle Werbetypen zusammen in eine einzige Bewertung.

Quälgeist Online-Werbung – Problemlöser Targeting

Jegliche Form von Online-Werbung wird von der Mehrheit derer abgelehnt, die sie überhaupt wahrnehmen. Dabei kommen, relativ gesehen, Werbung in E-Mail-Newslettern und auf Facebook noch eine Idee glimpflicher davon als die übrigen Online-Kanäle. Kein Wunder – das benutzerspezifische Targeting ist in diesen Kanälen am weitesten verbreitet.

Genau dieses mangelhafte Targeting dürfte ein wichtiger Akzeptanz-Killer bei der Displaywerbung sein, zu der die anderen untersuchten Online-Kanäle gehören. Printwerber dürfen sich vermutlich auf den erzielten guten Werten nicht ausruhen. Denn Targeting ist in der digitalen Werbung letztendlich granularer möglich, und es ist eine Frage der Zeit, dass von der vollen Bandbreite der verfügbaren Technologien und Daten weithin Gebrauch gemacht wird.

 

Grafik: Statista

19. Juni 2017