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Marketing/Werbung, Menschen

Kindermedien:

YouTube Kids – eine digitale Müllhalde?

Kuratierung Fehlanzeige. YouTube Kids hat sich infolge seiner Automatisierung zu einem gigantischen televisuellen Paralleluniversum entwickelt. Es ist zu vermuten, dass viele Eltern ihren jungen Nachwuchs vor YouTube Kids stundenlang „parken“, ähnlich wie sie es vor dem Fernseher tun – selbst wenn YouTube der App (für Android und iOS) Filter- und Kontrollmöglichkeiten mitgegeben hat. Wenn Eltern hier versagen, werden Kinder mit einer digitalen „Müll-Lawine" konfrontiert, bemängelt der englische Schriftsteller James Bridle.

 

Publisher, die ihren hochwertigen Video-Content in YouTube Kids integrieren, befinden sich in schlechter Gesellschaft, stellt James Bridle fest. Sie konkurrieren mit Kanälen, die zum Beispiel auf Tausenden Videos das Auspacken von Überraschungseiern zeigen. Eingeleitet werden sie von Pre-Roll Ads oder Bannern, die in keiner Weise auf die junge Zielgruppe Rücksicht nehmen.

Der reichweitenstärkste dieser Kanäle hat 3,7 Millionen Follower und 6 Milliarden Views. Zum Vergleich: der frühere Teenie-Star Justin Bieber hat nach zehnjähriger Weltkarriere 10 Milliarden Views. Werbung für Angebote von T-Shirts mit der Aufschrift „Keep Calm and Knife Her“ („Bleib ruhig und stich sie ab“) werden ebenfalls vollautomatisch zugesteuert. Schon melden sich kritische YouTube-User zu Wort mit Videoserien wie „The Worst of YouTube Kids“ („Das Schlimmste von YouTube Kids“). 

(GL)

 

Zum vollständigen Beitrag auf medium.com

05. Dezember 2017