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Social Media

Wo Facebook hilft, Gewalt zu schüren

Westliche Gesellschaften driften auseinander, und Unterprivilegierte wenden sich stärker denn je gegen ihre gleichfalls unterprivilegierten „Rivalen“. Kaum ein Experte leugnet, dass in diesem Prozess Soziale Medien wie Facebook eine unrühmliche Rolle spielten und noch spielen. Eine zwingende politische Antwort steht noch aus, ebenso wie ein überzeugender Ansatz zur inneren Reform des Geschäftsmodells. Doch welchen Einfluss haben Soziale Netzwerke in anderen Ländern, wo es um mehr geht als darum, wie viele Prozent der Parlamentssitze von Radikalen besetzt sind?

 

Die finanzielle Zukunft von Facebook liegt zu einem großen Teil in den Entwicklungsländern, wo es rasch expandiert. Auch dort haben Fehlinformationen auf Facebook zu Unruhen, Lynchjustiz und Gewalt geführt oder diese verschärft. So warf etwa die Regierung Sri Lankas Facebook vor, die Verbreitung antimuslimischer Lügen und Gewaltaufrufe im Februar/März 2018 nicht effektiv unterbunden zu haben. Ergebnis: Unruhen mit mehreren Toten und Verletzten. Auf dem Höhepunkt der Gewalt ließ Telekommunikationsminister Harin Fernando Facebook, WhatsApp und andere Plattformen sperren, um eine unkontrollierbare Eskalation zu verhindertn.

In der New York Times werfen Amanda Taub und Max Fisher einen Blick auf die wahren Gefahren, die durch Fake News und Hassreden im Internet entstehen, insbesondere in Ländern mit schwachen Institutionen. (GL)

 

 

Bild: Opens external link in new windowUnsplash

11. Mai 2018