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buchreport-Ranking „100 größte Buchverlage“

Signifikante Ausschläge

2013 gilt zwar als relativ stabiles Branchenjahr, aber von einem gewohnten Geschäftsverlauf kann für viele der großen Verlage keine Rede sein. Das zeigt das zum 25. Mal erhobene Ranking „Die 100 größten Verlage“, das in der April-Ausgabe des buchreport.magazins veröffentlicht wird. 44 der 100 größten Verlage weisen signifikante Umsatzveränderungen von 5% und mehr aus, nach oben wie unten.

Mehr als ein Viertel verarbeitete 2013 sogar zweistellige Umsatzausschläge in beide Richtungen – 16 mit einem Minuszeichen, 10 in Form veritabler Wachstumssprünge.

Dahinter stehen neben wechselnden Bestsellerkonjunkturen bei Publikumsverlagen sowie Umsatzeinbußen im Anzeigengeschäft von Fachzeitschriftenverlagen auch Desinvestitionen und Zukäufe:

  • Verlage fokussieren sich auf ein enger definiertes Kerngeschäft und trennen sich im Rahmen einer Redimensionierung von anderen Aktivitäten; Beispiele hierfür sind die Bildungsverlage Cornelsen und Langenscheidt oder auch das Aus für den Bertelsmann-Verlag Wissenmedia.
  • Von den Portfoliobereinigungen profitieren im Gegenzug Verlage, die die Gelegenheit für Arrondierungen nutzen: Beispiele sind S. Fischer und Thienemann im Kinderbuchbereich und der Wissenschaftsverlag De Gruyter.
  • Veränderungstreiber bleibt die Digitalisierung, die derzeit ganz intensiv die Bildungsverlage neue Wege suchen lässt und den Publikumsverlagen ein mittlerweile lebhaftes E-Book-Geschäft vermittelt. Ihr E-Book-Umsatzanteil ist bei einem mindestens hohen einstelligen Prozentanteil angelangt, nicht selten auf 10 bis 15% ihres Gesamtumsatzes gestiegen, in einzelnen Genres auch noch darüber.

Random House jetzt auf Platz 3

Mit der Erhebung „Die 100 größten Verlage“ zeichnet buchreport seit 25 Jahren ein Bild der deutschsprachigen Buchverlagslandschaft, die freilich mit mehr als 1000 Unternehmen darüber hinaus sehr kleinteilig und fein ausdifferenziert ist. Ein Überflug übers Ranking verdeutlicht die Grundcharakteristika, die sich über die Jahre nicht grundlegend geändert haben:

  • Die deutschsprachige Verlagsbranche ist mittelständisch organisiert.
  •  Die 100 größten Unternehmen bewegen sich aktuell in einer Spannweite von 6 bis 470 Mio Euro und kommen auf einen durchschnittlichen Umsatz von 58 Mio Euro. 
  • Anders als in der Außenwahrnehmung der Branche, die vom populären Angebot der Belletristik, Sachbuch und Kinderbüchern in starkem Maße geprägt ist, dominieren das Ranking der größten Verlage Unternehmen mit den Ausrichtungen Fachinformation und Bildung.

An der Spitze der Rangliste „Die 100 größten Verlage“ steht unverändert die international aktive Wissenschafts- und Fachinformationsgruppe Springer Science + Business Media (hier mit ihrem Umsatz im deutschsprachigen Raum) vor der Bildungsverlagsgruppe Klett. Einziger Belletristik- und Sachbuchverlag in der Fach- und Bildungsphalanx der Top 15 ist die Verlagsgruppe Random House, die trotz Umsatzrückgang mit Rang 3 sogar einen Platz gutgemacht hat wegen der Redimensionierung von Cornelsen:

1. Springer Science+Business Media: 465,5 Mio Euro (–2,2%)

2. Klett-Gruppe: 447 Mio Euro (±0%)*

3. Vg. Random House: 340 Mio Euro (–1,2%)

4. Cornelsen Bildungsgruppe: 330 Mio Euro (–21,0%)

5. Westermann Verlagsgruppe: 289,7 Mio Euro (+9,0%)

*Geschätzt

Das komplette Ranking mit Analyse der Entwicklungen ist im buchreport.magazin 4/2014 zu lesen Opens external link in new windowund kann hier bestellt werden.

31. März 2014