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Robin Blase (RobBubble) über Kindermedienhäuser auf YouTube

YouTube: Kommunikation auf Augenhöhe

Über die Hälfte aller Achtjährigen sind nach Studien regelmäßig online – und sie nutzen dabei besonders gerne Youtube. Weshalb Kindermedienhäuser verstärkt daran arbeiten, mit Bewegtbild-Inhalten direkt ins Kinderzimmer zu gelangen. Wie das gelingen kann, erklärt der Youtuber, Berater und Produzent Robin Blase (RobBubble). 

Blase (Foto: © svensonpictures.com) ist Referent auf dem Kindermedienkongress „Print-Buch, Mobile Game und Youtube Channel – Wie erreicht Content Kinder heute?“ der Akademie der Deutschen Medien am 16. November 2015 in München.

Welche Rolle spielt YouTube heute  in der Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen?

YouTube ist statistisch bei Kindern und Jugendlichen heute wichtiger als vergleichbare Medien wie Film oder Fernsehen: 90% der Jugendlichen in Deutschland nutzen YouTube einmal pro Woche, 60% sind täglich auf der Plattform. Diese Zahlen steigen immer weiter, wohingegen die Fernsehnutzung rasant abnimmt. Zudem sorgt der Social-Media Charakter der Plattform zusätzlich dafür, dass die Zuschauer eine viel engere Bindung zu ihren „Idolen“ aufbauen.

Wann macht es für Kindermedienhäuser Sinn, auf YouTube aktiv zu werden?

Eigentlich macht das bereits seit ein, zwei Jahren Sinn. YouTube ist inzwischen die beste Möglichkeit, Kinder und Jugendliche zu erreichen. Natürlich braucht es hier ein klares Ziel was man mit YouTube bezwecken will, sowie passende Inhalte – man sollte YouTube nicht machen, nur um YouTube zu machen. Doch: YouTube als Marketingplattform oder zum Verbreiten von Inhalten außer Acht zu lassen, kann sich eigentlich niemand mehr leisten, der Kinder unter 18 in Deutschland erreichen will.  

Wie können Marken YouTube wirkungsvoll einsetzen, und wie können sie davon profitieren?

Hier gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten – von dem Schalten von Anzeigen, über die Kooperation mit etablierten YouTubern bis hin zum Aufbau eines eigenen Kanals.

Was empfehlen Sie zum Aufbau eines eigenen YouTube-Kanals, um junge Zielgruppen zu erreichen?

Das wäre zu Umfangreich um es in ein paar Sätzen zu beantworten, aber als das Wichtigste auf YouTube wird oft die „Authentizität“ genannt – der Zuschauer, besonders jüngere Fans, setzten bei YouTube einen hohen Wert auf die Kommunikation auf einer Augenhöhe. Während viele Kinderprogramme im Fernsehen ältere Moderatoren in „hipper“ Jugendsprache reden lassen, lebt YouTube gerade bei jüngeren Zuschauern von der „Ich sitze in meinem Zimmer und rede einfach mit euch“-Atmosphäre. Den größten Fehler den viele Marken auf YouTube machen, ist sich auf ihre Erfahrungen aus den klassischen Medien zu verlassen – YouTube funktioniert da oft anders, da hier der „User-Generated-Content“ alles beherrscht. Die YouTuber haben aus Leidenschaft angefangen, weil sie ihr Thema wirklich interessiert, nicht weil sie für das Thema gecastet wurden. Diese Atmosphäre geht ohne das richtige Know-how bei professionelleren Produktionen schnell verloren. 

Was sind Ihre drei Youtube-Favourites? 

Als riesen Film-Fan gucke ich am liebsten Opens external link in new windowCinemasins, Opens external link in new windowEvery Frame a Painting und Opens external link in new windowHow it Should Have Ended

Robin Blase, YouTuber (Opens external link in new windowRobBubble), Berater, Produzent

Schauspielstudium in Los Angeles und Bachelor in Film- & Fernsehproduktion in Berlin. Erste Erfahrung mit Online-Medien im Alter von 14 Jahren – 2007 ausgezeichnet mit dem Deutschen Podcast Award. 2012 Produktion für US-YouTuber Philip DeFranco, ab 2013 Konzeption und Leitung der Kanäle „Was Geht Ab“ und „Techscalibur“ als Creative Producer für das Multichannel-Netzwerk Mediakraft. 2014 Begleitung des Kanals „The Mansion“ für ProSiebenSat.1-Tochter Studio71. Seit 2014 freiberuflich als Unternehmensberater und Produzent. Nominiert für den Deutschen Webvideopreis 2014 & 2015. Seit 2015 Chefredakteur des SWR Jungendkanal-Pilotprojektes „1080NerdScope“. Gründungsmitglied des YouTuber-Vereins „301+“. 

10. November 2015