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Shop-Timierung:

So verbessern Hersteller und Händler die Online-Sichtbarkeit ihrer Produkte

Wer eigene oder fremde Produkte auf Marktplätzen wie ebay oder Amazon anbietet, muss sich mit deren Such-Algorithmen auseinandersetzen. Diese sind genau so geheim wie der Suchalgorithmus von Google und vermutlich ebenso komplex. Dennoch hängen die Wahrscheinlichkeit, mit der Produkte gefunden werden, und die Konversion der Artikelseiten davon ab, dass die Kataloge mit den optimalen Metadaten gefüttert werden. Viele Details bietet eine Sonderveröffentlichung des Onlinehändler Magazins.

 

Produkt-Optimierung für Onlineshops und Marktplätze bei pubiz.deDen Begriff SEO (Suchmaschinenoptimierung) verbinden wohl die meisten mit der weltweit größten Suchmaschine Google. Doch selbstverständlich ist es auch bei anderen Webseiten möglich, ja fast schon überlebenswichtig, mit bestimmten Mechanismen seine eigene Positionierung innerhalb des Rankings zu verbessern und dadurch Aufmerksamkeit und Verkäufe anzukurbeln.

Deswegen haben sich gerade bei den großen Playern wie eBay und Amazon eigene Regeln etabliert, die die besonderen Eigenschaften der jeweiligen Seite beachten und dafür sorgen sollen, dass unter Einhaltung der Vorgaben das Ranking mit der Zeit verbessert wird.

Zwangsläufig stellt sich da die Frage, welche Rolle SEO im Alltag eines Herstellers oder Händlers einnehmen sollte. Schließlich ist Zeit ein teures Gut. Aufgrund all der anderen Tätigkeiten eines Online-Händlers muss die Einteilung der Kräfte stets optimiert sein. „Grundsätzlich sollte die SEO-Optimierung der Angebote bei eBay alles andere als eine Randerscheinung sein“, findet Michael Steffen, Marketing Specialist SEO bei eBay. „Es gibt viele Ranking-Faktoren, mit denen eBay-Händler sich und ihre Produkte bestmöglich auf dem Marktplatz positionieren können.“ Eine bessere Positionierung geht oftmals eben auch mit mehr Verkäufen einher, weswegen eBay SEO ein Grundpfeiler des Marketings sein sollte – solange man diese Aktivitäten nicht einer Agentur überlässt.

Im Gegensatz zu Google sind schnelle Erfolge möglich

Doch worin bestehen überhaupt die Unterschiede zwischen der Google-Optimierung und dem besseren Ranking bei eBay? Zunächst ist festzuhalten, dass Google Web-Inhalte sortiert und grundlegend versucht, seinen Kunden die passendsten Inhalte zu präsentieren. Wenn die Suchenden finden, was sie auch wirklich gesucht haben, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sie wiederkommen und zudem hin und wieder auch auf eine geschaltete Anzeige klicken.

Google hat mehr Nutzersignale, da die Relevanz einer Webseite zu einer Suchanfrage auch komplexer zu erfassen ist als die Relevanz eines Produktes. Wenn ein Produkt nicht relevant ist, wird es auch nicht gekauft. eBay wiederum will Käufern zu einer bestimmten Suchanfrage das Produkt mit der höchsten Kaufwahrscheinlichkeit anzeigen, um dadurch die Anzahl der Verkäufe sowie den Umsatz zu erhöhen. Bei eBay sind dementsprechend die Verkäufe der wichtigste Faktor im Bereich SEO.

Dabei ist es im Vergleich zu Google bei eBay auch möglich, in relativ kurzer Zeit Erfolge in Form von verbesserten Rankings zu erzielen. „Wenn es darum geht, in den organischen Ergebnissen bekannter Suchmaschinen wie Google aufzutauchen, sind die Erfolge dagegen meist mittel- bis langfristiger Natur“, hält Steffen fest. „Durch den Prozess der Indexierung neuer und aktualisierter Seiten kann es dort durchaus einige Wochen dauern, um Top-Rankings zu erzielen und dadurch einen Anstieg des Traffics im eigenen Shop zu verzeichnen.“

Bei Google sind eben nicht nur eBay-Händler, sondern vor allem auch andere externe Webseiten aktiv und kämpfen um die Rankings zu ähnlichen Keywords. „Es ist daher ratsam, die eigenen Seiten laufend zu aktualisieren und zu optimieren und die Konkurrenz stets im Auge zu behalten“, findet Steffen.

»Buy Box« bei Amazon im Fokus

Es existieren weiterhin auch erhebliche Unterschiede zwischen Amazon und eBay in Bezug auf SEO. Prinzipiell ist zunächst die Zielstellung bei beiden deckungsgleich: Es sollen Verkäufe abgeschlossen und gleichzeitig Kunden gebunden werden. Dies lohnt sich nicht nur für den Händler, sondern natürlich insbesondere auch für den Marktplatz als Anbieter.

Der größte und dementsprechend wichtigste Unterschied besteht darin, dass es bei Amazon für jedes Produkt nur eine Artikelseite gibt, auf der dann mehrere Anbieter um die sogenannte „Buy Box“ konkurrieren. Dabei handelt es sich um einen sehr präsenten Kasten, der es den Kunden ermöglicht, das Produkt besonders schnell und effektiv in den Warenkorb zu befördern.

Die Tatsache, dass sich Amazon auf eine Artikelseite beschränkt, hat die Besonderheit, dass man sich als Händler an gut laufende Artikel „anhängen“ und die Optimierung dem Initialverkäufer überlassen muss. Man selbst kann sich dadurch voll und ganz darauf konzentrieren, in der Buy Box zu landen.

Dies birgt einen großen Nachteil, denn man hat dadurch weniger Einfluss auf die Optimierung und kann nicht verhindern, dass andere Anbieter das Produkt ebenfalls anbieten und dadurch fast schon eine Schlacht um die Buy Box ausgelöst wird. Eine Ausnahme sind hier „Private-Label-Produkte“, also Eigenmarken, bei denen man sozusagen ein Monopol innehat.

Welche Ranking-Faktoren existieren und was sie bedeuten

Der Leitsatz bei der Optimierung lautet: Händler müssen eBay „mitteilen“, was das eigene Produkt ist. Das Zusammenspiel von verschiedenen (Relevanz-/Ranking-)Faktoren sorgt letztendlich für das entsprechenden Ranking.

Durch die Angaben weiß eBay, zu welcher Suchanfrage ein Produkt passt. Wenn nicht auf Relevanz optimiert wird, wird der jeweilige Artikel zu passenden Keywords nicht mit angezeigt, was wiederum Umsatzeinbuße durch eine schlechte Zielgruppenausschöpfung bedeutet.

„Das Allerwichtigste bei der Suchoptimierung ist die Pflege der Artikelmerkmale und Produktkennzeichnungen“, meint Steffen. „Unsere Käufer verwenden Suchfilter, um die Suchergebnisse überschaubarer zu machen“, was sowohl für den Desktop, aber insbesondere auch für die mobilen Seiten gelten soll. „Wer seine Artikelmerkmale (zum Beispiel richtige Kategorie, Markenname, Größe, Material) und Produktkennzeichnung (EAN, GTIN) nicht oder nur teilweise pflegt, riskiert, von den Käufern nicht gefunden zu werden.“

 

„eBay SEO: Wie die Sichtbarkeit der eigenen Angebote erhöht wird“ ist ein Artikel aus der eBay-Sonderausgabe des „Onlinehändler Magazins“ des Händlerbundes. Im weiteren Verlauf des Artikels geht es unter anderem um die konkreten Ranking-Faktoren und wie diese verbessert werden können, sowie um die Bedeutung von Produktbildern.

 

Auszug aus der eBay-Sonderausgabe online lesen oder kostenlos herunterladen.

 

Bild: Opens external link in new windowFrançois Proulx - flickr Lizenz: Opens external link in new windowCC by-nc 2.0

20. April 2017