Datenschutz

Marketing im Einklang mit gesetzlichen Vorschriften (Foto: pixabay)
Marketing im Einklang mit gesetzlichen Vorschriften (Foto: pixabay)

DSGVO: 2020 so hohe Bußgelder wie noch nie

Im vergangenen Jahr gab es in Summe so hohe Bußgelder wie noch nie wegen Verstößen gegen die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Das zeigt eine Umfrage des „Handelsblatt“. Grund für die hohe Summe waren einige große prominente Fälle, doch die Art mancher Vergehen zeigt, worauf Unternehmen besonders achten sollten.

Insgesamt wurden Strafzahlungen von rund 48 Mio Euro festgesetzt. Eine Geldbuße von 35 Mio Euro kassierte allein der Modehändler H&M für die planmäßige Dokumentation von Krankheitsdaten Beschäftigter und war damit maßgeblich mit für den neuen Höchststand verantwortlich.

Außerdem bestraft wurde Notebooksbilliger.de für Videoüberwachung und die AOK, die Daten ohne Einwilligung zu Werbezwecken verwendet hatte. Ein weiteres Unternehmen aus Baden-Württemberg wurde beispielsweise wegen ohne Einwilligung aufgezeichneten Kundenanrufen verurteilt.

„In der Regel bestehen die Sanktionen der Datenschützer aber aus Bußgeldern im drei- bis fünfstelligen Bereich. Betroffen sind häufig kleine und mittlere Unternehmen (KMU), Vereine und Soloselbstständige.“, heißt es im „Handelsblatt“-Bericht.

Die Fälle machen deutlich, dass Unternehmen beim Thema Datenschutz besondere Vorsicht walten lassen sollten. Worauf nach aktuellen Bestimmungen im (Online-)Marketing, besonders zu achten ist, erklärt Fachanwalt Manuel Roderer im pubiz-Webinar.