Marketing & Vertrieb

Pinterest in Anwendung (Foto: Charles Deluvio/Unsplash)

Wenke Bönisch: »Eine ideale Ergänzung im Online-Marketing-Mix«

Wenke Bönisch
Wenke Bönisch war viele Jahre im Social Media Marketing für die Buchbranche tätig (unter anderem für den Ulmer Verlag) und hat als promovierte Historikerin Wissenschaftler beim Publizieren fit gemacht. Seit 2019 ist die Dresdnerin als Online Marketing Managerin mit Schwerpunkt SEO, Pinterest und Amazon Marketing bei der Agentur medialike tätig.

Pinterest ist in Deutschland eine der am stärksten wachsenden Social Media-Plattformen. Warum sich die „Ideen-Suchmaschine“ als ideales Umfeld für Bücher anbietet, erklärt Webinar-Referentin Wenke Bönisch im Interview.

Nicht noch eine Plattform, mögen viele Verlagsmitarbeiter bei Pinterest denken. Warum trügt der Schein und es lohnt ein zweiter Blick?
Ja, dieser Gedanke ist angesichts der vielen neu entstandenen Social Media Plattformen verständlich. Doch bei Pinterest steckt mehr dahinter als ein weiterer Social Media Kanal. Pinterest ist im Gegensatz zu Facebook oder Instagram eine Bild-Ideen-Suchmaschine und funktioniert fast so ähnlich wie Google & Co. Sie hat in den letzten Jahren enorme Zuwachsraten an Nutzerzahlen im deutschsprachigen Raum. Da Verlage sehr guten Content in Form von Newslettern, Leseproben oder Blogs online besitzen, ist Pinterest aus Marketing- und SEO-Gründen sehr spannend.

Was unterscheidet Pinterest von anderen Netzwerken?
Pinterest ist eine Online-Notizwand. Wie in der analogen Form erstellt der Nutzer Pins, die er auf Pinnwänden festhält. Dabei spielt die visuelle Gestaltung der Pins, aber auch die Benennung der Pins eine wichtige Rolle. Unwichtiger hingegen sind das Folgen von anderen Pinterest-Usern, das Kommentieren und Liken wie man es von Facebook oder Instagram her kennt. Zudem wirken Pins als Online-Marketing-Aktivität lange nach: ein Pin hat eine „Lebenszeit“ von 3, 4 oder mehr Monaten. Mit recht geringem Aufwand lässt sich auf Pinterest mit dem richtigen Know-How viel erreichen. Damit ist Pinterest eine ideale Ergänzung im Online-Marketing-Mix.

Wie hoch sind die Einstiegshürden und wie weit sind die Verlage hier bisher?
Die Einstiegshürden sind für Verlage eher niedrig. Es muss kein neuer Content extra produziert werden. Im Gegenteil: Verlage können für Pinterest ihren guten Content, den sie online in verschiedenen Formaten schon präsentieren, gut nutzen. Jetzt kommt es bei Pinterest auf eine ansprechende Darstellung in Wort und Bild an, was ich im Grundlagen-Webinar „Pinterest Marketing: mehr Website-Traffic und Aufmerksamkeit für Ihre Bücher“ für alle Interessierte genauer zeige. Viele Verlage haben Pinterest schon für sich entdeckt und nutzen es gut. Einige haben es ausprobiert und suchen noch nach ihrem Weg. Hier möchte ich mit einer Einführung in die Grundlagen und hilfreichen Tipps & Tricks ein Wegbegleiter sein.

Ausführliche Tipps gibt Wenke Bönisch im Webinar. Zur Anmeldung geht es hier.